Northland

Der erste Tag mit Mietwagen, und die Anke erstmalig als Autofahrer im Linksverkehr. Es dauert genau fünf Minuten, bis ich mitten in der Stadt als Geisterfahrer unterwegs bin. Ich bin ein Glückskeks: es checken alle außer mir, dass ich nix checke.

Wir brauchen eine temporäre Küchenausstattung. Im top sortierten „Hunting and Fishing“ erstehen wir einen Gaskocher. Dort gibt es auch ganz tolles Küchenequipment, aus Kunststoff, faltbar, von namhaften Unternehmen, die sich um die Outdoor Branche verdient machten. Ein Topf für 90 NZ Dollar (zur Erinnerung: wir sind in Neuseeland, mit Sonderangeboten ist hier nicht zu rechnen). Nebenan ist der Trödelladen mit zwei reizenden Damen, die uns Töpfe, Schüsseln, Besteck, Tassen und Teller für 9 Dollar verkaufen.

Der Tag führt uns bis zum Goat Island Camping an der, Überraschung, Goat Island. Ein toller Campingplatz mit leider eher ekligem Sanitär. Hier wohnen auch zwei Kühe, die aussehen wie gerupfte Teddybären. Der Nachmittag reicht für eine kleine Wanderung im Marine Reserve. 

Gemütlich tuckern wir die östliche Küstenstraße entlang, mit Badestop am Langs Beach, bis zur Tutukaka Küste. Ob Astrid Lindgren hier war zur Inspiration ihrer Namensgebung? Die Küste soll von Nhunguru bis Sandy Bay laut National Geographic zu den drei Top Küsten der Welt zählen. Was schon an Tag 2 ersichtlich ist: es gibt verschwenderisch viele Buchten und Strände, und eine jede zählt zu: sieht man nicht sooo oft im Leben.

In Nhunguru gibt es auf jeden Fall leckere, knackige Fish and Chips im Take away und der Campingplatz in Matapouri ist gar keiner, alles ganz intim privat, es werden nur enge Freunde und Familie eingeladen. Aber wenn wir auch enge Freunde sein wollen, dann sind wir mit 15 NZD je Nase dabei. Wollen wir. Wie eine kleine Menge anderer Menschen auch. Also so 30 Zelte engste Verwandtschaft. Die Bucht von Matapouri ist Wahnsinn! Also Wahnsinn! Man weiß gar kein Wort dafür. Bilderbuch. Leider kann ein Foto kein 3D.

Veröffentlicht von

Anke Rettkowski

Around the world in a year

2 Gedanken zu „Northland“

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