Togean Islands

Ein 120 km langer Inselbogen im Golf von Tomini, und wenn man sich das Paradies vorstellt, so könnte es aussehen.

Es ist nicht leicht hinkommen, deshalb kommen nicht viele an die einsamen Strände und in unberührten Dschungel. Wir verbringen Weihnachten auf der Insel Kadidiri. Im einfachen Ressort gibt es Strom von 18 bis 22 Uhr und zum Dinner den Fisch, der Tags gefangen wurde. Da die Gegend mit Unterwasserwelt gesegnet ist, werden wir verwöhnt mit frischem Barracuda, Snappern und Squid, und der Dschungel sorgt für frittierte Jackfrucht und leckere Kokosnusssauce. Abends trinkt man Palmwein und Arak. Ist das Meer zu rauh zum Fischen, gibt es Reis mit Ei. Es gibt kein Süßwasser, jeder Tropfen wird mit dem Boot gebracht. Als Trinkwasser abgekocht schmeckt es rauchig.


Hier wohnen die Eigentümerin mit Ehemann und Bruder, drei Hunde, eine Katze, ein stolzer Hahn, eine beeindruckende Spinne, eine bunte Taube mit gestützten Flügeln und Würmer, die wie überdimensionale Tausendfüßler aussehen. Mit dem Schwanz und zwei Fühlern verteilen sie ihr Gift. Und für eine grandiose Woche wohnen hier auch wir.
Direkt vor der Haustür können wir losschnorcheln durch bunte Korallengärten und Fischschwärme. Seit 2004 ist das Gebiet rund um die Togians Nationalpark, die 40000 Bewohner leben hauptsächlich von Fischerei und Kopraproduktion.

Auf Pulau Togian befindet sich der Mariona Lake, ein Salzwassersee, bevölkert von Tausenden nicht nesselnder Quallen. Man kann darin baden und die glibberigen Tiere aus nächster Nähe beobachten. Machen wir auch. Es ist entgegen der Erwartung gar nicht fies, nur ein wenig seltsam. Trotzdem: erklärter Freund der Gattung werde ich nicht.

Auch Salzwasserkrokodile leben hier, Gott sei Dank nur in sumpfigen Gebieten und nicht an unserer Insel. Am letzten Abend holt Aka, unser Housekeeper, extra für uns einen Kokosräuber aus dem Dschungel. Ein Krebs, der einen Leib bis zu 40 cm haben kann und ein Gewicht von 5 Kilo, der Kokosnüsse von den Palmen holt. Dieser ist noch klein, und einem Großen möchte ich bitte nicht begegnen.

Leider ist Indonesien in diesem Jahr geschüttelt von schlimmen Katastrophen. Uns erreichten nach dem Tsunami auf Java am 23.12. durch den Ausbruch des Anak Krakatau viele Anfragen, ob es uns gut geht. Das tut es, wir sind, und dafür dankbar, ganz woanders.

Unser Visum läuft bald aus, und da hier jede Reise länger dauert als vermutet, müssen wir das Paradies noch im alten Jahr verlassen…guten Rutsch!

Veröffentlicht von

Anke Rettkowski

Around the world in a year

5 Gedanken zu „Togean Islands“

  1. Hallo Anke und Thorsten, schön wieder von dir zu hören. Ausgerechnet nach dem Tsunami meldest du dich längere Zeit nicht….
    Jetzt ist wieder alles gut.
    Habe mich gesorgt.
    Nach diesem schönen Aufenthalt im „Paradies“ wollt ihr bestimmt nicht mehr heim….
    Nun, bis dahin bekommt ihr noch viel zu sehen. Ich beneide euch so sehr.
    Guten Rutsch ins neue Jahr.
    Umarmung von Angelika

  2. Hallo Ihr Lieben…
    Es sieht aus als hättet ihr das Paradies gefunden, sehr beeindruckend.
    Mit Spannung warte ich auf die nächsten Bilder und Berichte einer weiteren Etappe. Lässt es euch gutgehen. LG Anna

  3. Schön wieder von Euch zu lesen. Ja, da haben wir uns Sorgen gemacht…gut das ihr nicht in der Nähe wart. Ich wünsche euch einen tollen Start in 2019. Küssken bis bald Nicole

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