Jyrgalan Valley

Destination Jyrgalan: nur 60 Kilometer von Karakol gelegen, aber Lichtjahre entfernt. Ein 1000 Seelen Dorf: In der sowjetischen Zeit ein Ort, der durch seine Kohlemine die Familien gut ernährte, später dem Verfall anheim gegeben. Heute entdeckt das Dorf mit Unterstützung von USAID seinen landschaftlichen Wert als Trekkingziel. National Geographic dreht eine Doku darüber und die Dorfbewohner hoffen auf eine bessere Zukunft. Schön genug ist es dort allemal, die Landschaft ist ein Hammer, keine Frage. Der Marshrutka braucht gute zwei Stunden für den Weg und entlässt uns am „Supermarkt“, der nur öffnet, wenn der Bus kommt. Es gibt kein Restaurant, kein Café, und nur wenige Unterkünfte.

Wir wohnen in der Yurt Lodge ohne Dusche, dafür mit mobiler russischer Sauna und detailverliebtem Plumpsklo. Ich finde die Füße toll, aber Thorsten klärt mich auf: die eigentliche Innovation sind die in den Boden gebohrten Löcher, damit alles abfließen kann, was Mann nicht ins Loch trifft beim Urinieren in Hockstellung. Das wolltet Ihr genau wissen, nicht wahr?

Hier sind wir aufs Pferd gekommen, was nicht so einfach war. Erst gab es nicht genügend Pferde, dann keinen Guide. Später gab es einen Guide, aber der nimmt keine Pferde mit, die er nicht kennt. Dann gab es Pferde, die nicht verliehen werden an einen fremden Guide. Schließlich gab es Pferde und Führer, aber zu wenig Sättel….statt um 10 Uhr am Morgen starteten wir um 15 am Mittag. Alle zum ersten Mal hoch zu Ross und mit schicken Fahrradhelmen ausgestattet, ging es durch eine wunderschöne Landschaft. Leider konnte ich keine Fotos machen, ich war zu sehr beschäftigt…auf dem Rückweg rundete ein Respekt einflößendes Gewitter das Erlebnis ab. Wir haben überlebt 😉

 

Veröffentlicht von

Anke Rettkowski

Ein sehr guter Jahrgang :)

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