Wer nicht fragt bleibt dumm

Es gibt ein paar Fragen zum Sabbatjahr, zur Weltreise, die mir fast JedeR stellt, der mich gut genug kennt, um ungehemmt fragen zu können.

Wo war es am schönsten?
Hat Dir ein Ort so gut gefallen, das Du gern geblieben wärst?
Wo war es voll doof?
Wie war das denn so zu zweit so lang so eng?
Was tust Du jetzt hier, kommst Du hier wieder rein?

Ich fange mit der letzten Frage an: Wo rein soll ich denn kommen bitte? In das alte Hamsterrad? Da will ich doch gar nicht mehr hin!
Was tue ich jetzt hier? Das:

Die Katze kuscheln.


Yoga auf dem SUB, Yoga auf der Matte, Yoga unterrichten, über Yoga lesen, von Yoga träumen. Versuchen, ein wenig Yoga im Alltag zu leben.


Am Tag des offenen Denkmals nach einem Jahr ohne deutschen ÖPNV lernen: Verschlimmbessern, das hat die Deutsche Bahn drauf. Verspätung, Schienenersatzverkehr, einladende, gemütliche Bahnhöfe. Die Bahn muss sich denken: Arme, Alte, Asoziale, unsere Kunden. Sonst würde sie sich doch mehr Mühe geben. ODER? Und warum darf ich keine Kaffeebecher und Apfelkitschen ins Zugklo werfen?

Zwei Stunden am Tag meinen Arbeitsweg erradeln, am Rhein entlang und über den grünen Pfad des Ruhrgebiets. Sehr schön das.
Mich einarbeiten in ein neues, auch interessantes Aufgabengebiet. Daran stricken, dass dies möglichst schnell geht. Es gilt zu prüfen, ob der beste Arbeitgeber der Welt diesen Titel hält: Ich arbeite gern, ich mag meinen Job… einzig: 39 Stunden sind zu viel!
Die nächste Frage: Eeecht? Ehrlich jetzt? Das muss man sich leisten können. Also mit der Rente und so. Und man hat ja auch Ansprüche, ne?
Nee, kann ich mir nicht leisten. Also finanziell. Jedenfalls nicht, wenn ich bei bester Gesundheit mindestens 90 werden möchte. (Das möchte ich natürlich! Im Schaukelstuhl auf der Terrasse, mit wildem Dutt im grauen, vollen Haupthaar, (m)ein liebender alter Mann an meiner Seite und sieben Katzen mindestens. Schlechtes Wetter kommt in diesem Traum nicht vor.)

Die Antwort: Ich hoffe sehr innig, dass immer meine Träume meine Entscheidungen bestimmen mögen, nie meine Ängste. Und ich weiß, auf was ich heute verzichten kann, um wirklich reich zu sein. Reich an etwas mehr Zeit vielleicht? Der Rest wird sich zeigen. Und falls ich auf dem s.u. bin, fragt nach meiner Kontonummer, Almosen nehme ich dann gern entgegen.


Foto: Wesel Feldmark.

4 Gedanken zu „Wer nicht fragt bleibt dumm“

  1. Liebe Anke, wenn ich so deinen Text lese, bemerke ich, dass es mir wie Dir geht. Die enge Taktung, die vollen Termine, die wenige Zeit.
    Ich muss auch unbedingt wieder schreiben u d wir sollten uns treffen.

  2. Gut so liebe Anke- ein guter Tausch weniger Geld und mehr Zeit und Vertrauen ins Leben und die Träume statt sich von Ängsten dominieren zu lassen. Wird schon, ich bin zuversichtlich, dass das kein Holzweg ist!

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