Varanasi und Yoga am Ganges

Ein Artikel für meine YogiNIs.
In Varanasi gibt es neben dem Tod auch quirliges Leben, und erleuchtetes dazu.

Am Gangesufer ist morgens um 6.00 Yoga, umsonst und draußen, ein echtes Erlebnis. Frauen und Männer getrennt (ich saß erst bei den Herren, weil ich die Damen im Seiteneck gar nicht sah, und außer ein paar Herren im Sportdress waren alle in Alltagskleidung. In Erwartung einer Körper ertüchtigenden Stunde war ich völlig unpassend gekleidet 🙂
So stellte ich mir eine klassische indische Yogastunde immer vor: viele Menschen, wenige Asanas, viel Pranayama, Mudra und Bandha (Körperhaltung, Atemübung, symbolische Handgesten, Energieverschlüsse), Meditation. Spätestens hier werden alle Vorurteile beseitigt, das Atemübungen nix bringen. Eine Übung, und 100 Menschen husten wie die Wilden im Chor. Wie auch bei meinen ersten beiden Yogalehrern in Indien endet die Stunde mit Lachyoga. Sehr schräg, aber ansteckend lustig, ich roll mich ab.

In der Hoffnung auf ein bisschen mehr Bewegung besuche ich am Nachmittag eine Hatha Yoga Stunde bei einem seit 1992 ansässigen Studio. Hier waren statt 100 nur zwei Schüler. Abends war ich fit wie ein Turnschuh, sehr ausgeglichen und hatte alle Menschen lieb.
Wer in Varanasi Yoga sucht: www.yogatrainingcentrevaranasi.in

Eine lustige Anekdote gab es noch. Ich hätte in Varanasi gern eine Woche lang Intensiv – Yoga gebucht. Sowieso vor Ort war weilend, wollte ich mir das Center zuvor ansehen. Auf die entsprechende Anfrage bekam ich ein paar nette Nachrichten “ Hello, Namaste, how do you do today“, und ich könne sofort buchen, der Kurs fände statt. Hellhörig geworden suchten wir im Gewirr der kleinen Altstadtgassen die Adresse und fanden: eine Großbaustelle. Die durfte ich besichtigen und mir wurde versichert, die Räumlichkeiten würden rechtzeitig zum 30.09. fertig…hey, wir sind in Indien, das wird nix, auch nicht mit 17 Arbeitskräften Tag und Nacht.

Veröffentlicht von

Anke Rettkowski

Ein sehr guter Jahrgang :)

5 Gedanken zu „Varanasi und Yoga am Ganges“

  1. …wie lustig, Lachyoga, aber auch die Ankdote mit der Baustelle, habe heute noch den Begriff „Baustellenyoga“ benutzt, als ich mich mit meinen Kollegen in der Mittagspause zu „Yoga am Mittag“ traf und wir feststellten, dass unsere Matten in dickem Staub lagen, weil dort freitag noch kräftig gebohrt wurde….also, wo ein Wille ist, ist auch ein Weg! Namaste!

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