Salar de Uyuni

Tag 1 unserer dreitägigen Jeeptour. An Bord: zwei Franzosen, zwei Koreaner, und wir.

Der Salar de Uyuni entstand in prähistorischer Zeit durch die Austrocknung eines Binnenmeeres. Salze und Mineralien konnten nicht abfließen und bilden heute die größte Salzpfanne der Welt. 10.500 Quadratkilometer, nahe der Stadt Uyuni, auf 3650 Metern Höhe im Südwesten Boliviens. Ohne Sonnenbrille und Schirmkappe kann man die Augen nicht öffnen im gleißenden Weiß.

Mittendrin liegt die Kaktusinsel, die Isla Incahuasi. Wie kommt die bloß hierher in diese Salzwüste? Die Kakteen wachsen zwischen einem und eineinhalb cm pro Jahr, der höchste ist acht Meter hoch, also ca. 1000 Jahre alt. Es ist nicht zu glauben, hier ist nichts, also gar nichts, was Leben verspricht, aber es gibt diese Insel.

Auf dem Weg dorthin quer übers Salz ist nichts, woran man sich orientieren könnte, aber wenn Bryan, unser Fahrer und Guide, ankündigt, es dauert noch sieben Minuten, dann dauert es auch noch genau sieben Minuten. Bis der Blick Einzelheiten wahrnehmen kann, schimmert die Erhebung der Insel wie eine Fata Morgana. Hinter der Insel gilt es, den Ausgang zu finden. Auf freier Ebene dienen seltene LKW Reifen als Wegweiser. Zunehmend durchquert unser Jeep Richtung Süden seichtes Wasser, und ganz am Ende fährt Bryan sich im aufgeweichten Salz fest, wir müssen anschieben. Komplett trocken ist der Salzsee zwischen Juli und Dezember. Wir haben Glück: es ist trocken genug, das Salz komplett zu überqueren, aber noch nass genug für die berühmte Wasserspiegelung.

In der Nacht schlafen wir in einem Salzhotel. In den Edleren sind selbst die Betten, Tische und Stühle aus Salz. Hier machen wir nur Pause, das ist nicht unser Budget, uns müssen salzige Außenwände reichen.

An die Kaktusinsel pinkeln ist verboten.

3 Gedanken zu „Salar de Uyuni“

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