Bangkok

Nach zwei Monaten Indien am Flughafen Bangkok zur Toilette. Sowas von blitzblank. Wir sind begeistert, weil hier keine Scheiße auf der Straße rumliegt, das Bettlaken sauber ist und der Kaffee den Namen verdient. Lebensqualität. Ach was, pures Glück.

Wir haben drei Tage Aufenthalt. So lange dauert es, durch eine Agentur ein Indonesien-Visa für 60 Tage zu bekommen. Zeit, sich hemmungslos dem Indien-Kater und der Altbausanierung hinzugeben. Öl- und Fußmassagen bringen uns wieder auf die Beine, ich gehe zum Friseur. Kurze Haare können die Langhaarigen hier zwar nicht, aber besser als beim Coiffeur aus Almaty in Kasachstan ist es allemal, und der Mann der Wahl blickt durch liebevolle Augen, ihm gefällt es.
Im Waxingstudio heißt es Zähne zusammenbeißen. Kommt bei uns ein wohl temperiertes Wachs in genau richtiger Menge aus einem „Abroller“ auf den Leib, ist es hier Wachs aus dem Kochtopf auf der Herdplatte. Mit einem Holzspatel entnommen, wie ein Löffel heißer Suppe kurz bepustet und ab aufs Fleisch damit.
Nach vier Monaten im Dauereinsatz müssen ein paar Dinge im schmalen Gepäck ausgetauscht werden. Flip Flops, Shirt und Sonnenhut für den Herrn, die Dame braucht neue Beinkleider. Und Zeit, die Stadt neu zu entdecken, bleibt uns auch.
Mit dem Express Boot schippern wir den Chao Phraya rauf und runter, steigen an der Endstation aus und lassen uns durch die Stadt treiben.

Irgendwo steigen wir wieder ein und treffen auf tanzende Katzen mit einer bezaubernden Musikerin: (Vollbild anklackern, sonst tanzen die Katzen nur zur Hälfte)

Auf der kleinen Flussinsel Bang Kachao leihen wir uns Fahrräder und cruisen durch die Hitze zum Iced Cappuccino. Die Insel besteht aus kleinen Dörfern, schmalen Wegen und viel Natur. Neben den Wegen stehen Warnschilder, es gibt Schlangen.

Im Tempel auf dem Rückweg spielt die Buddha Spardose ein schiefes Dankeschön, wenn sie gefüttert wird:

Leider kann man nicht den ganzen Tag Essen in sich rein schieben. Thai-Küche ist eh mein Favorit, aber nach Indien eine Geschmacksexplosion. Ich behaupte nicht, die Inder könnten nicht kochen. Aber die Thais können es halt besser 🙂 Und der größte Vorteil: man kann alles essen ohne drohenden jelly belly.

Die berühmte Khao San Road wird bieder. Weniger Bars, mehr Läden mit einfachem Silberschmuck im Großhandel-Stil, in der Parallelstraße ein nagelneues Ibis Hotel und MC Doof ist auch schon mehrfach da.

Wir schwimmen in einem Vakuum, in dem wir Pause brauchen, um alles ins Gehirn und ins Herz zu bringen an den richtigen Ort. So bekloppt es klingt: wir brauchen Urlaub vom Reisen. Deshalb fahren wir mit dem Nachtbus nach Ranong und von dort auf die Insel…

Veröffentlicht von

Anke Rettkowski

Ein sehr guter Jahrgang :)

4 Gedanken zu „Bangkok“

  1. Das hört sich alles ja so toll an da wäre ich gern mitgekommen!

    Ich hoffe wir hören mehr von Ihnen und erhalten hoffentlich auch noch eine weitere Postkarte von Ihnen! Ich wünsche eine weitere tolle Reise!

    1. Hallo, liebe Katharina, ich freu mich, daß Du mein Tagebuch begleitest. Herzliche Grüße nach Moers und Rheinhausen, und natürlich schreib ich Euch Postkarten!

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