Baku 2.0

Wir wollen shoppen. Der Liebste braucht einen Sonnenhut und unsere Füsse Clotrimazol. Wir nehmen die U-Bahn für willkürlich fest gelegte drei Stationen, ein neuer Stadtteil will erobert sein.

An der Haltestelle 28 May steigen jede Menge Menschen mit Tüten ein. Nichts wie hin. Dort finden wir eine moderne Mall und gegenüber den Merkezi 28, eine unterirdische Einkaufsmeile mit Billigbrocken.

Faul sitzen wir im Schatten den Park platt und abends am Wasser die Uferpromenade, erleben die Stadt nochmal neu, das ist schön. Meine Freundin Stella schickt mir ein passendes Zitat:

„Ich glaube, es gibt Gesichter, die jedes mal, wenn sie auftauchen, wieder etwas neues mitbringen, etwas, das man bis dahin noch nicht an ihnen bemerkt hat, auch wenn man ihnen hundertmal begegnet ist.“
Fjodor M. Dostojewski

Erkenntnis des Tages: Einkaufscenter sind auf der ganzen Welt gleich und was man braucht führt das Fachgeschäft im Merkezi. Fusspilz heißt auch auf russisch Fusspilz, nur eben Russisch. Erklären kann man das mit mushroom und, im wahrsten Sinne des Wortes, Hand und Fuß.

Ein Badeaufenthalt im Kaspischen rundet Baku ab, wir fahren weiter.